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Auf dieser Seite fassen wir für Sie regelmässig Aktuelles zum Thema HOSPIZ in Kurzform zusammen

 

 

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich für den Aargauer Hospiz-Verein einzusetzen, z. B.

 

Mitglied werden

freiwillige Mitarbeit

Spenden

 

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, oder nicht wussten, welche Möglichkeiten es gibt, laden Sie das Anmeldeformular herunter, füllen es aus, und senden Sie es bitte an die angegebene Adresse. Sie können uns diesbezüglich auch telefonisch kontaktieren. Wir freuen uns über jede neue freiwillige Mitarbeit in unserem Verein

 

Anmeldeformular


 

Ein guter Anlass wäre zum Beispiel, zu den beliebten Wintermärkten etwas beizutragen. Stricken Sie gerne? oder Häkeln Sie lieber? Wir bräuchten noch fleissige Hände, die mithelfen, unseren Besuchern kleine Geschenke anzubieten, für sich selbst, oder um anderen eine kleine Freude zu bereiten ...

...ganz gleich, ob es Topflappen sind, Socken, oder auch Pulswärmer beziehungsweise Fingerlinge. Ihre freiwillige Arbeit wird sehr geschätzt.

Wenn Sie gerne mitmachen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Maria Meier-Valente unter  079 3335483, sie gibt Ihnen gerne weitere Auskunft.

 


Montag 19. Dezember 2011

fand die Veranstaltung

<<Hospize sind behütete Orte>>

mit Luise Thut, Ehrenpräsidentin und Gründerin des

Aargauer Hospiz-Vereins, statt

Der innigste Wunsch der Hospiz-Gründerin

Sie ist eine Zeitzeugin: 1994 gründete Luise Thut den Aargauer Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker (AHBS). Im Rahmen einer vom Aargauer Kuratorium und der Stadt Aarau unterstützen Veranstaltungsreihe „Zeitzeugen gegen Gleichgültigkeit und Vergessen“ stand sie Elisabeth Gusdek Petersen in der Aula der Alten Kantonsschule Rede und Antwort.

In einem Alter, in dem andere ihre Rente geniessen, baute Luise Thut ein auf  Freiwilligen-Basis begründetes Werk auf, das in der Schweiz einmalig ist. Aufmerksam auf die Hospiz-Organisation wurde sie wegen der Krebserkrankung ihrer besten Freundin. Nach deren Tod erwachte in der charismatischen Frau ein „burning desire“, im Aargau etwas Ähnliches aufzubauen. Gedacht, getan: In Florida absolvierte sie Anfang der 1990er-Jahre eine mehrjährige Ausbildung als Hospizleiterin. Sie lernte auch Pionierinnen der Hospiz-Bewegung kennen: Elisabeth Kübler-Ross, die mit ihren Büchern Sterben und Tod zu einem öffentlichen Thema machte, und Cicely Saunders, die 1967 in London das erste moderne Hospiz eröffnete. 

 Mit unerschütterlichem Optimismus und viel Hartnäckigkeit begeisterte Luise Thut in der Region Bremgarten, wo sie zusammen mit ihrem Mann seit Jahrzehnten wohnt, Bekannte und Freundinnen für ihre Idee. 1994 wurde der Aargauer Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker gegründet. Das unentgeltliche ambulante Betreuungsangebot für Schwerkranke wurde im Aargau rasch bekannt. Im Jahr 2000 konnte der erste von vier offenen Trauertreffs eröffnet werden für Menschen, die Verluste betrauern. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde fünf Jahre später mit der Eröffnung des stationären „Hospiz an der Reuss“ gelegt. Da das Pflegezentrum Reusspark den Platz im Kloster Gnadenthal selber benötigte, zog der AHBS nach Brugg: Seit Herbst 2010 bietet das Hospiz Aargau Palliative Care im Gebäude des Medizinischen Zentrums sechs Pflegebetten an.

Luise Thut beantwortete die Fragen der Moderatorin ausführlich und mit viel Fachwissen. Sterbegleitung sei zwar nicht immer einfach und erfordere bedingungslose Liebe. Doch alle, die sich für diese ehrenamtliche Arbeit engagieren, fühlten sich reich beschenkt. Sie wies auf die strengen Auswahlkriterien, die qualifizierte Ausbildung und Begleitung hin, die vom AHBS seit Anbeginn angeboten wird. Mit viel Esprit flocht sie Bonmots der streitbaren Elisabeth Kübler-Ross ein, von der sie gelernt habe, den Tod nicht zu fürchten und sich und ihren Idealen immer treu zu bleiben. Mit Schmunzeln vernahm das Publikum auch, dass Dame Cicely Saunders einen doppelten Wiskey der britischen „tea time“ vorzog.

Nach dem innigsten Wunsch befragt, äussert die Pionierin: „Viele Freiwillige, sie sind das Herz des AHBS - und Spenden, weil das Hospiz keine öffentlichen Gelder erhält. Da das Hospiz im amtlichen Sinne eine Pflegestation ist, deshalb hoffe ich auch, dass es vom Gesundheitsdepartement bald in die Pflegeheimliste aufgenommen wird.“ Gemäss Hospiz-Philosophie ist Hospiz Aargau Palliative Care aber mehr als nur Pflegestation: „Es ist ein Zufluchtsort für Menschen, die keine Spitzenmedizin benötigen, sondern hier schmerzfrei, selbstbestimmt und in Würde bis zuletzt leben dürfen.“