25 Jahre Hospiz Aargau

 

Was vor einem Vierteljahrhundert aus einer Idee mit einer Handvoll ehrenamtlich tätiger Hospiz- und Sterbebegleitern heraus geboren wurde, hat sich im Laufe der Zeit zu einer festen Grösse im Aargauer Gesundheitsnetzwerk gemausert und etabliert: Das kompetente Angebot von Hospiz Aargau mit seinen drei Standbeinen der ambulanten Begleitung zu Hause, dem Angebot der Spezialisierten Palliative Care im stationären Hospiz in Brugg sowie der Bereich Trauerarbeit mit seinen Trauertreffs und dem Trauer-Café.

 

Am Abend des 04. September durfte der Verein Hospiz Aargau auf Einladung der Stadt Brugg und Gemeinde Windisch im mondänen Campussaal fast 400 Personen zu einem feierlichen Abendprogramm begrüssen. Darunter waren neben der Aargauer Politprominenz, angeführt von Nationalrätin Ruth Humbel auch viele Vertreter der bestehenden Netzwerkpartner, aktuelle und ehemalige Mitarbeiter und Freiwillige von Hospiz Aargau, aber auch Angehörige begleiteter Menschen.

Bewundernswert war der Besuch einer ehemaligen Patientin, welche Anfang Jahrs im stationären Hospiz 2 Monate begleitet wurde und sich soweit stabilisierte, dass sie wieder nach Hause und nun sogar dem feierlichen Anlass beiwohnen konnte; Wunder gibt es immer wieder.

Eine besondere Freude war die Anwesenheit der Gründerin von Hospiz Aargau, der Hospizpionierin Luise Thut; eine entsprechende Würdigung Ihrer Person und einmaligen Aufbauarbeit wurde durch die Überreichung einer Münzen-Sonderprägung sowie Gedenktafel untermauert. Sowohl im interessanten Podiumsgespräch, dem Rückblick auf die letzten 25 Jahre durch die Vorstandsvorsitzende Anna Schütz als auch der persönlichen Ansprache von Luise Thut wurden emotionale Einblicke in die schwierige Aufbauphase der drei Hospizbereiche gegeben.

 

Der regional verwurzelte Liedermacher Adrian Stern begeisterte das Publikum mit einem Potpourri seiner Songs, welche vielfach textlich dem Anlass entsprechend modifiziert waren und nachhaltig in Erinnerung bleiben werden. Der Philosoph Dr. Ludwig Hasler eröffnete nachdenkliche, tiefgründige aber auch humoristische Einblicke und Perspektiven auf die Lebensfragen unter dem Titel: Ein Leben ohne Tod? Wäre tödlich!

Hans Peter Stutz vom Dachverband der Hospize Schweiz konnte sehr emotional und prägnant die aktuelle Situation der Schweizer Hospize auf den Punkt bringen und wendete sich auch direkt an die anwesenden PolitikerInnen mit der Forderung nach einem finanzierten, gesetzlichen Status für die Hospize der Schweiz, welche aufgrund der momentanen Randbedingungen alle defizitär arbeiten und nur durch aktives Fundraising und viel Idealismus überleben.

Abgerundet wurde das Rahmenprogramm durch den eindrücklichen Lebenstanz der Tanzschule Danzas unter Leitung von Mariella Farré.

 

Viele Gäste nutzten im Nachgang noch die Möglichkeit des persönlichen Austausches und stiessen zu den Klängen von Acoustical Senses auf einen gelungenen Abend an.

 

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