Geschichte

Geschichte Hospiz Aargau

(früher Aargauer Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker)

 

1989

Luise Thut hat wegen ihrer an Krebs erkrankten Freundin, die ihre letzten Tage in einem Hospiz in USA verbringt, die Idee, im Aargau ein Hospiz zu gründen.

 

1990

Luise Thut absolviert in Florida die Ausbildung als Hospizleiterin. Sie lernt auch Pionierinnen der Hospizbewegung kennen: Elisabeth Kübler-Ross, die mit ihren Büchern Sterben und Tod öffentlich zum Thema machte, und Cicely Saunders, die 1967 in London das erste moderne Hospiz eröffnete.

 

1994

Am 7. Oktober gründet Luise Thut zusammen mit Gleichgesinnten den Aargauer Hospiz-Verein zur Begleitung Schwerkranker. Sterbende Menschen sollen in einem familiären Umfeld ihren letzten Lebensabschnitt möglichst schmerzfrei verbringen, liebevoll und professionell betreut. Das erste Standbein des Vereins ist die ambulante Sterbebegleitung zu Hause: Unentgeltlich arbeitende Freiwillige betreuen Sterbende und entlasten Angehörige.

 

1998

Zum Zweck der Mittelbeschaffung wird die Luise-Thut-Stiftung gegründet. Hospizgründerin Cicely Saunders nimmt während fünf Tagen an Seminaren im Kursaal Baden und in der Paulus Akademie in Zürich teil. Das Aargauer Kranken- und Pflegeheim Muri stellt zwei Betten für Sterbende zur Verfügung. Die damalige Direktorin, Agatha Wernli, stellt sich hinter die Hospizidee, der Chefarzt der medizinischen Abteilung des Kreisspitals Muri, Johannes Brühwiler, tritt dem Stiftungsrat der Luise-Thut-Stiftung bei.

 

1999

Luise Thut erhält von der Freiämter Rotkreuz-Sektion den Rotkreuz-Preis mit Urkunde und dem Betrag von 5 000 Franken. Der Verein hat 124 Aktivmitglieder.

 

2001

Der erste von vier Offenen Trauertreffs wird in Baden eröffnet. Später folgen weitere in verschiedenen Regionen des Kantons Aargau.

Luise Thut erhält den Sanitas-Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes im Wert von 25‘000 Franken.

 

2004

Anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums finden an verschiedenen Orten Konzerte zu Gunsten des Hospiz-Vereins statt, aber auch Veranstaltungsreihen zum Thema «Im Sterben begleiten» und «Hospizbegleitung in der letzten Lebensphase».

 

2005

Ein Traum wird wahr: Am 14. Juni wird das erste stationäre Hospiz im Aargau mit vier Betten eröffnet. Das «Hospiz an der Reuss» befindet sich in den Räumen des ehemaligen Klosters Gnadenthal in Niederwil.

 

2006

Ständerätin Christine Egerszegi übernimmt die Schirmherrschaft des Vereins.

 

2007

Der Verein erhält von der Krebsliga Aargau den Anerkennungspreis im Wert von 10 000 Franken.

 

2008

Luise Thut übergibt nach langjährigem und unermüdlichem Einsatz für den Verein das Präsidium ab. Sie wird zur Ehrenpräsidentin gewählt.

 

2010

Das stationäre Hospiz zieht nach Brugg in den dritten Stock des ehemaligen Spitals. Die Luise-Thut-Stiftung finanziert den notwendigen Umbau. Das Hospiz kann sechs Sterbende aufnehmen.

 

2011

Der Aargauische Katholische Frauenbund verleiht dem Verein den Frauenpreis im Wert von 20 000 Franken.

 

2013

Der Verein hat mehr als 700 Mitglieder, 13 Angestellte im stationären Hospiz und rund 70 Freiwillige, die ambulant und stationär tätig sind. Die Betten im Hospiz sind fast durchgehend ausgelastet.

 

2014

Das 20-Jahr-Vereinsjubiläum wird mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert und eine Hospiz-Briefmarke erstellt und verkauft.

Der Trauertreff in Baden wird geschlossen und ein neuer Treff in Brugg eröffnet.

Der Verein ändert seinen Namen in Hospiz Aargau, überarbeitet Briefschaften, Flyer und Website und tritt damit mit einem einheitlich Bild nach aussen und innen auf.

Im November erhält Hospiz Aargau im Rahmen des NAB-Charity-Award rund 17'000 Franken und grosse Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Im Dezember wird das Hospiz Stationär Palliative Care um drei Betten erweitert. Es stehen nun neun Zimmer zur Verfügung.